Diesmal bessere Voraussetzungen
Heute Freitag startet
Eiskunstläuferin Bettina Heim erstmals an einer Weltmeisterschaft.
TURIN – Sie hatte
sich die Qualifikation für die Welttitelkämpfe hart erarbeitet –
anlässlich der Schweizer Meisterschaft vergangenen Dezember sicherte sich
Bettina Heim in Lugano hinter Sarah Meier (Bülach) ihre dritte
Vizemeisterschaft. Der Lohn für die 20-Jährige folgte Stunden danach in
der Selektion zur Weltmeisterschaft in Turin, die seit Montag in der
Olympia-Eishalle Palavela durchgeführt wird. Nach dem EM-Start vor zwei
Jahren in Zagreb (Kroatien), bei der sich Heim im 28. Rang klassierte,
unternimmt die Eliteläuferin des Winterthurer Schlittschuh-Clubs (WSC) den
zweiten Versuch, den Final eines internationalen Grossanlasses zu
erreichen. Vor zehn Jahren hatte auch Heims Trainerin, Nicole Brüngger
Skoda, ihren Karrierehöhepunkt als Eiskunstläuferin, als die langjährige
Läuferin des WSC für die Schweiz an der WM in Nice startete, in der
Qualifikation aber ausschied.
Kein Losglück
Es dürfte interessant
sein zu beobachten, wie teuer die Schweizer Vizemeisterin ihre Haut gegen
die Besten der Welt in der Fiat-Stadt verkaufen kann. Aufgrund der
gemachten Erfahrungen bei internationalen Anlässen sollte Heim es
vermeiden können, nur Lehrgeld bezahlen zu müssen. Insofern ist die
Ausgangslage besser als bei der EM-Teilnahme. Allerdings bescherte die
Startauslosung dem Schweizer Team kein Glück – Bettina Heim zog die Nummer
11 der Morgengruppe und läuft um 10.42 Uhr. Und Schweizermeisterin Sarah
Meier, die sich erst nach einigem Überlegen zu einer Reise nach Turin
entschloss, erwischte gar die Nummer 1 der Läuferinnen am Nachmittag. Die
25-Jährige startet um 13.37 Uhr. Der jeweils frühe Auftritt bedeutet einen
wesentlichen Nachteil für die beiden Schweizerinnen, zeigen doch die
Mitglieder des Preisgerichts seit je die Tendenz, von Einlaufgruppe zu
Einlaufgruppe höhere Wertungen zu verabreichen. So oder so wird Heim ein
fehlerloses Programm präsentieren müssen, um sich für den Kürfinal der
stärksten 24 von 55 Läuferinnen zu qualifizieren. Verlangt werden ein
Doppelaxel sowie zwei Dreifachsprünge - bei der Sprungkombination und dem
Einzelsprung. Albert René Kolb
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